Alzheimer und Herpesviren

Können Herpesstämme mit Morbus Alzheimer im Zusammenhang stehen? Dazu  untersuchte die Icahn School of Medicine am Mount Sinai (New York) 1.000 Hirne von Verstorbenen.

„Die viralen Genome (Erbgut a. d. R.) waren in etwa 30 Prozent der Alzheimer-Hirne nachweisbar und in der Kontrollgruppe praktisch nicht nachweisbar“.

Quelle / Weiterlesen: t-online.de
Studie: ⇒ Multiscale Analysis of Independent Alzheimer’s Cohorts Finds Disruption of Molecular, Genetic, and Clinical Networks by Human Herpesvirus

Lebensmittelqualität wichtiger als Ernährungsregeln

Verringern kohlenhydratarme oder fettarme Ernährungsgewohnheiten die Sterblichkeit bei Erwachsenen in den USA?

Ergebnis:

  • ungesunde kohlenhydratarme und fettarme Ernährung waren mit einer höheren Gesamtmortalität verbunden
  • gesunde kohlenhydratarme und fettarme Ernährung dagegen waren mit einer niedrigeren Gesamtmortalität verbunden

Studie: ⇒ Low-Carbohydrate vs. Low-Fat Diets and Mortality

 

Säureblocker als allergieförderndes Magenmittel

Bekannte Nebenwirkungen: 

  • Behindern die Aufnahme von Kalzium und Vitamin B12 und fördern damit u.a. die Entstehung von Osteoporose und Nervenschäden

Weitere potenzielle Nebenwirkungen:

  • Säureblocker aktivieren Mastzellen im Verdauungstrakt, verändern das Mikrobiom und  beeinflussen Immunreaktionen
  • die regelmäßig Einahme erhöht insgesamt die Gefahr eine Allergie zu entwickeln um fast das Doppelte, bei den über 60-Jährigen stieg das Allergierisiko sogar um das Zehnfache

Quelle / Weiterlesen: scienexx.de ⇒
Studie: ⇒ Country-wide medical records infer increased allergy risk of gastric acid inhibition

 

Buchtipp: Die Königin der Berge

Diagnose: Multiple Sklerose

Daniel Wisser wiederum hat einen Roman geschrieben, der formal mit allen Wassern gewaschen ist – sein eigentliches Anliegen aber nie aus dem Blick verliert: angesichts unheilbarer Krankheiten unaufgeregt und doch eindringlich eine Lanze zu brechen für ein Leben – und für ein Sterben in Würde.

Quelle / Weiterlesen: swr.de ⇒
Zum Verlag: ⇒

Blutdruck im hohen Alter besser nicht zu stark senken

Dies erbrachte ein Beobachtungssudie der Berliner Charité.

Zu Beginn der Studie waren die Frauen und Männer 70 Jahre alt, am Ende betrug ihr Alter 80 Jahre. Alle Teilnehmer nahmen blutdrucksenkende Medikamente.

Ergebnis: bei den über 80-Jährigen hatten diejenigen, deren Blutdruck bei unter 140/90 mmHg lag, ein um 40 Prozent höheres Sterberisiko als diejenigen, deren Blutdruck mehr als 140/90 mmHg betrug.

Quelle / Weiterlesen: deutschesgesundheitsportal.de ⇒
Studie: ⇒ Control of blood pressure and risk of mortality in a cohort of older adults: the Berlin Initiative Study

Erhöht Fruchtsaft das Sterberisiko mehr als Softdrinks?

Laut einer US-amerikanischen Studie trifft dies zu.

Risiko eines vorzeitigen Todes

  • Bei 350 Milliliter Fruchtsaft (100%) täglich: um 24 Prozent erhöht
  • Bei 350 ml Cola (mit Zucker) täglich: um elf Prozent erhöht

Die Studie hat zwar Schwächen, macht aber doch nachdenklich.

Die Autoren gegen davon aus, dass die im Fruchtsaft enthaltende Fructose Probleme mit der Gesundheit macht.

Zur Studie: ⇒ Association of Sugary Beverage Consumption With Mortality Risk in US Adults
A Secondary Analysis of Data From the REGARDS Study

Natürliche Vitamine und nicht synthetische Vitamine reduzieren die Sterblichkeit

Dies erbrachte eine US-amerikanische Studie der Tufts-Universität in Boston über einen Beobachtungszeitraum von 6,1 Jahren.

  • Natürliche Vitamin K- und Magnesium-Aufnahme: niedrigeres Sterberisiko
  • Natürliche Vitamin A-, Vitamin K- und Zink-Aufnahme: geringere Sterblichkeit durch kardiovaskulären Erkrankungen
  • Tägliche Calciumaufnahme von mindestens 1.000 Milligramm durch ein Nahrungsergänzungsmittel: erhöhtes Krebssterberiskiko
  • Einnahme von Vitamin-D-Präparaten von Personen ohne Anzeichen eines Vitamin-D-Mangels: erhöhtes Sterberisiko

Quelle / Weiterlesen: now.tufts.edu ⇒
Studie: ⇒ Association Among Dietary Supplement Use, Nutrient Intake, and Mortality Among U.S. Adults: A Cohort Study

 

Eingeschränkter Geruchssinn erhöht stark das Sterberisiko

Dies erbrachte eine aktuelle Studie mit 2289 Probanden.

Alter zu Beginn der Studie: 71-82 Jahre

Nachbetrachtung nach 10 Jahren:

  • wer nicht gut riecht hat ein um 46 Prozent höher Risiko als Gleichaltrige mit gutem Riechvermögen
  • teilweise lag das Sterberisiko sogar um 62 Prozent höher

Eine mögliche Erklärung: Betrachtet man die Vorgeschichte von Demenz oder Parkinson haben die Patienen oft schon vor dem Ausbruch einen nachlassenden Geruchssinn. Viele Kliniken bieten daher  Riechtests zur Frühdiagnostik an.

Quelle / Weiterlesen: sueddeutsche.de ⇒
Studie: ⇒ Relationship Between Poor Olfaction and Mortality Among Community-Dwelling Older Adults: A Cohort Study

 

Geschätzte Lebenserwartungen Neugeborener

Die Schätzungen des Max-Planck-Instituts für demografische Forschung in Rostock wenn das Kind in diesem Jahr geboren wird:

  • Ø Frauen: 94,8 Jahre (37 % wird 100 Jahre alt)
  • Ø Männer: 88,6 Jahre (11 % wird 100 Jahre alt)

Rentenbezugsdauer

  • 1997 Ø 16 Jahre
  • 2017 Ø 20 Jahre

Quelle / Weiterlesen: Spiegel.de ⇒

Strahlentherapie erhöht die Gefahr für eine koronare Herzkrankheit (KHK)

Schädigungspotential einer Strahlentherapie des Thorax und die systemische Gabe von Anthracyclinen:

  • Langzeitfolgen treten meist erst nach 10 bis 30 Jahren

Bei Krebs im Kindesalter traten bei Langzeitüberlebenden folgende Häufigkeiten auf:

(bei einer Bestrahlungstherapie des Thorax, gegenüber gegenüber Geschwistern die keine Krebserkrankung hatten)

  • Risiko Herzinsuffizienz: + Faktor 41
  • Herzklappenerkrankung: + Faktor 90

Quelle: pharmazeutische-zeitung.de ⇒
Studie: ⇒ Modifiable Risk Factors and Major Cardiac Events Among Adult Survivors of Childhood Cancer

 

Was Defekte in der Geruchswahrnehmung bewirken können

Der Geruch von Nahrungsmitteln ist eng verbunden mit zahlreichen Stoffwechselprozessen. Dazu zählt nicht nur, dass der Verdauungstrakt auf die bevorstehende Nahrungsverwertung vorbereitet wird.

Auch neurodegenerativen Krankheiten, Alterungsprozesse, Alzheimer oder Parkinson werden durch die nicht funktionierende Geruchswahrnehmung negativ beeinflusst.

Quelle: schattenblick.de ⇒
Studie: ⇒ Olfaction regulates organismal proteostasis and longevity via microRNA-dependent signalling

Spray gegen eine Opiat-Überdosis

Eine Opioidvergiftung verlangsamt den Puls, schwächt die Atmung oder es kommt sogar zu einem Herzstillstand. Dies führt zu einer Sauerstoffunterversorgung des Gehirns. Das Spray Naloxon hebt die tödliche Nebenwirkung von Opiaten auf.

Damit gewinnt man 20-30 Minuten wertvolle Zeit, die über Leben oder Tot entscheiden können.

Kostet als Privatrezept 46,00 Euro. Vereinzelt übernehmen die Organisationen wie die Drogenhilfe die Kosten.

Quelle / Weiterlesen bei: tagblatt.de ⇒

Putzmittel: giftige Dämpfe und aggressiven chemischen Substanzen erhöhen das Sterberisiko

Die Freien Universität Brüssel untersuchte über 250.000 Todesfälle von Reinigungskräften.

Sterbefälle im Vergleich zu Büroangestellten und anderen risikoarmen Berufen:

  • Männer: 45 Prozent höheres Risiko an den Folgen ihrer Arbeit zu sterben
  • Frauen: 16 Prozent höheres Risiko

Grund sind vor allem aggressive chemische Zusätze in den Reinigungsmittel, welche die Atemwege extrem belasten. Deshalb sollte Tragen einer Schutzmaske bei Mitteln die gesprüht werden sehr zu empfehlen, was die Männer ganz offensichtlich vernachlässigen.

Quelle / Weiterlesen bei: t-online.de ⇒  
und rbb-online.de ⇒

Anti-Aging: Krafttraining kann Ausdauertraining nicht ersetzen

Forscher gingen der Frage nach, inwieweit sich Krafttraining und Ausdauertraining auf zelluläre Alterungsprozesse auswirken.

Im Mittelpunkt standen die Telomere (chromosomalen Schutzkappen), deren Länge ein Indikator für das biologische Alter eines Menschen.

Einen Schutzeffekt hatte nur das Ausdauertraining (die Verkürzung der Telemore wird verlangsamt). Möglicherweise weil es anders, wie das Krafttraining die Stickoxidwerte in den Blutgefäßen verbessert.

Eigene Anmerkung: Krafttraining ist damit nicht nutzlos. Mehr Muskelmasse schützt zum Beispiel den Bewegungsapparat vor Schäden oder erhöht die Unfall- und Gangsicherheit im Alter. Nur bei der Verkürzung der Teleomere scheint es laut dieser Studie keine Rolle zu spielen.

 

Quelle / Weiterlesen bei: wissenschaft.de ⇒
Studie: ⇒ Differential effects of endurance, interval, and resistance training on telomerase activity and telomere length in a randomized, controlled study

Senioren: Aspirin zur Primärprophylaxe bei Herz-Kreislauf-Problemen nicht geeignet

Es geht hier um niedrig dosiertes Aspirin, das oft ohne jeden Anlass von Ärzten zur Vorbeugung empfohlen wird.

Laut dieser Studie

  • konnte Aspirin das Risiko für Herzinfarkte, Schlaganfälle und das  allgemeine Sterberisiko nicht senken,
  • zudem erhöhte sich deutlich das Risiko innere Blutungen (insbesondere für Magen-Darmblutungen),
  • es kam außerdem zu einer Zunahme der Krebstodesfälle.

Die 19.114 Teilnehmer dieser randomisierten, doppelblinden und placebokontrollierten Studie waren ≥ 70 Jahre alt.

Quelle / Weiterlesen bei: nih.gov ⇒
Studie: Daily low-dose aspirin found to have no effect on healthy life span in older people

Kohlenhydrate und nicht Fett erhöhen das Todesrisiko

Laut einer prospektiven Studie mit 135.335 Teilnehmern aus 18 Ländern und 5
Kontinenten (Alter der Teilnehmer 35-77 Jahre) ist eine hohe Aufnahme von Kohlenhydraten mit einem höheren Sterberisiko von 28 Prozent verbunden.

Anders bei einer höheren Fettaufnahme. Sie senkte sogar das Sterblichkeitsrisiko!

Und: eine höhere Aufnahme von gesättigten Fettsäuren reduzierte das Schlaganfallrisiko.

Quelle / Weiterlesen (als PDF) bei: ernaehrung.de ⇒
Studie: PURE (PROSPECTIVE URBAN AND RURAL EPIDEMIOLOGICAL STUDY)
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