Welche Lebensmittel erhöhen entzündliche Darmerkrankungen

Für Erwachsenen erhöhen der häufige Verzehr von Lebensmittel wie Pommes Frites, Käse, Kekse, Soda sowie Sport- und Energiegetränke laut einer neuen Studie der Georgia State University das Risiko für  entzündlichen Darmerkrankungen.

Studie: ⇒ Examination of food consumption in United States adults and the prevalence of inflammatory bowel disease using National Health Interview Survey 2015

Überraschendes zu Weiß- und Vollkornbrot

Fast jeder Gesundheitsexperte empfiehlt weniger Weißbrot und dafür mehr Vollkornbrot zu verzehren.

Eine Studie mit 20 gesunden Teilnehmern hat folgendes ergeben:

  • Brotkonsum verändert mehrere Blutmarker
  • Pauschal kann aber nicht gesagt werden, ob industriell hergestelltes Weißbrot aus raffiniertem Weizen ungesünder ist, als der Verzehr von Sauerteigbrot aus Vollkorn (zumindest nicht anhand der Blutwerte)
  • Und: ob einem Weiß- oder Vollkornbrot besser tut, hängt ab von der Mikrobiomzusammensetzung des Darms.

Zur Studie: ⇒ Bread Affects Clinical Parameters and Induces Gut Microbiome-Associated Personal Glycemic Responses

Auf der linken Seite bei Sodbrennen und Verdauungsproblemen schlafen hilft

Laut einer Studie mit 20 gesunden Probanden verringert sich die Säureexposition wesentlich wenn man auf der linken Seite liegt. Außerdem profitieren die Funktion des Magens und der Bauchspeicheldrüse von dieser Position, so dass Verdauungsenzyme leichter in den Dünn- und Dickdarm gelangen können.

Quelle / Weiterlesen: liebenswert-magazin.de ⇒
Studie: ⇒ A Novel Sleep Positioning Device Reduces Gastroesophageal Reflux
A Randomized Controlled Trial

 

 

Serotoninmangel kann zu chronischer Verstopfung und Depression führen

In einer Studie an Mäusen die an Serotinmangel leiden, wurde mit einem Wirkstoff der Serotoninspiegel erhöht.

  • Die Behandlung regte die Bildung neuer Darmneuronen an, was die Darmmortalität erhöht und die Darmfunktion bei chronischer Verstopfung verbessert.
  • Depressives Verhalten normalisierte sich.

Schlussfolgerung: Daher wäre es nicht überraschend, wenn Fehlfunktionen von Darm und Hirn die gleiche Ursache hätten.

Quelle / Weiterlesen: wissenschaft-aktuell.de ⇒
Studie: ⇒ Effects of Neuronal Serotonin and Slow-Release 5-HTP on Gastrointestinal Motility in a Mouse Model of Depression

Tryptophan für einen immunstarken Darm

Die Bakteriensorte Lactobacillus reuteri, ein Milchsäurebakterium im Darm von Säugetieren, vermehrt Immunzellen in der Darmwand.

Forscher fanden bei Mäusen heraus:

  • Eine Verdopplung der aufgenommen Tryptophanmenge erhöht die Anzahl der Immunzellen um 50%.
  • Halbiert man die Tryptopanmenge wieder, nahm die Zahl der Immunzellen (wieder) um die Hälfte ab.

Quelle / Weiterlesen: strunz.com ⇒
Studie: ⇒ Lactobacillus reuteri induces gut intraepithelial CD4+CD8αα+ T cells

Belasten Süßstoffe das Mikrobiom?

Laut Strunz ist das Risiko äußerst gering. Überträgt man die Studien an Ratten auf den Menschen, so müsse man bedenken:

  • Ratten haben ein völlig unterschiedliches Mikrobiom als der Mensch
  • und beim Menschen würde der Effekt erst bei 10.000 Süßstoff-Tabletten täglich eintreten.

Er hält deshalb Süßstoffe für einen eleganter Kompromiss.

Dem Süßstoff Verband EV ist das natürlich recht: zur Stellungnahme

Quelle / Weiterlesen: strunz.com ⇒
Studie: ⇒ Assessing the in vivo data on low/no-calorie sweeteners and the gut microbiota

 

Nudeln mit Konservierungsstoffen sind für die Verdauung eine Katastrophe

Ein Video zeigt den Effekt von Instant-Nudeln auf den Verdauungstrakt.

Diese werden selbst nach 2, 4 oder sogar 6 Stunden nicht zerlegt und damit auch nicht aufgespalten. Folge ist, dass die Nudeln wie ein Fremdkörper im Darm lagern und dies erhöht das Risiko für schwere chronische Erkrankungen wie das metabolische Syndrom (Störungen im Zucker- und Fettstoffwechsel, Übergewicht und Bluthochdruck).

Die Frage die sich stellt: ist das übertragbar auf andere Nahrungsmittel mit Konservierungsstoffen?

Quelle: epochtimes.de ⇒
Zum Video: ⇒ Inside stomach Ramen Noodle digestion goes viral

Die Vielfalt an Mikroorganismen des Darms nimmt ab

Laut einer Studie konnten 273 verschiedene Bakterienarten im Mikrobiom des Darms nachgewiesen werden. Untersucht wurde dies bei Menschen in einer Industriegesellschaft.

Menschen mit einem traditionelleren Lebensstil (Jäger und Sammler) haben eine größere Vielfalt Grund: aufgrund der wechselnden Nahrung ändert sich die Zusammensetzung der Bakteriengemeinschaft im Laufe des Jahres ständig.

Folgen der Verarmung der Bakterienvielfalt durch einseitige Ernährung: Und könnte das ein Grund dafür sein, dass Zivilisationskrankheiten wie chronisch-entzündliche Darmerkrankungen, Fettleibigkeit, Asthma, Diabetes und Allergien auf dem Vormarsch sind? Etliche Mikrobiologen halten das durchaus für möglich. 

Interessant:

  • Direkt an der Darmschleimhaut des Dickdarms befinden sich die sauerstoffliebenden Bakterien.
  • Weiter im Innern des Dickdarms herrscht Sauerstoffarmut, daher haben wir hier mehr anaerobe Bakterien.
  • Ist der Speiseplan abwechslungsreich und mehr Fleisch enthält herrscht eine größere Mikrobenvielfalt.

Quelle / Weiterlesen bei: spektrum.de ⇒

Hoher Konsum von Sojaöl fördert Krankheiten

Laut einer Studie sind die negativen Auswirkungen:

  • Entzündungsreaktionen im Körper
  • ungünstigen Veränderungen der Darmmikrobiota (Darmflora)
  • Abnahme der kurzkettigen Fettsäuren im Darm und Zunahme der Arachidonsäure

Quelle / Weiterlesen bei: derstandard.at ⇒
Studie: ⇒ Effects of dietary fat on gut microbiota and faecal metabolites, and their relationship with cardiometabolic risk factors: a 6-month randomised controlled-feeding trial

Diese 5 Apps helfen bei Lebensmittelunterverträglichkeiten

Cara

Ein persönliches Essens- und Symptomtagebuch.

Histamin, Fructose & Co

Farblichen Bewertung problematischer Lebensmittel und  wichtigen Daten zu mehr als 900 Lebensmitteln.

All I Can Eat

BeiLactose-, Fructose-, Histamin-, Gluten-, Sorbit- oder Salicylsäureunverträglichkeit. Mit Ampelsystem und Anpassbarkeit.

CodeCheck

Produkte lassen sich über den Barcode scannen und checken. Alarm bei bedenklichen Inhaltsstoffen. Daten zu Herkunft, Hersteller, Preis und Produktalternativen.
Erleichtert den Einkauf für Menschen mit Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Supermärkte in der Nähe. Community zur Produktbewertung.
Quelle / Weiterlesen bei: curved.de ⇒

Dicker Bauch, weniger Gehirn?

Eine Studie hat ergeben, dass es einen Zusammenhang zwischen Fettleibigkeit und der Gehirnmasse gibt. Je höher der BMI, das Taille-Hüft-Verhältnis und der Körperfettanteil sind, desto geringer war das durchschnittliche Volumen an grauer Gehirnmasse.

  • Sehr hoher Anteil an Bauchfett: 786 Kubikzentimeter Volumen
  • Hoher BMI aber normales Taille-Hüft-Verhältnis: 793 Kubikzentimeter Volumen
  • Normalgewichtige: 798 Kubikzentimeter Volumen

Quelle / Weiterlesen bei: heise.de ⇒
Studie : ⇒ Association of body mass index and waist-to-hip ratio with brain structure

 

Wie lange braucht die Regeneration des Darms nach einer Antibiotikatherapie?

Untersucht wurde dies bei gesunden und jungen Männern.

  • 4 Tage erhielten Sie eine Kombination aus den Antibiotikas Meropenem, Gentamicin und Vancomycin
  • Dauer der Einnahme war 4 Tage
  • Der Nachbeobachtungszeitraum lag bei 6 Monate in Bezug auf das Darmmikrobiom

Ergebnis:

  • Der Darm war auch kurz nach der Behandlung nicht vollkommen steril
  • Die Wiederbesiedlung erfolgte zunächst vor allem durch Bakterien mit krankmachenden Eigenschaften (das erklärt die häufigen Magen-Darm-Störungen nach der Therapie)
  • Im Laufe der Zeit änderte sich die Zusammensetzung wieder in Richtung normale Darmflora
  • Nach 6 Monaten war das Mikrobiom zwar weitgehend wieder im „alten“ Zustand, aber es fehlten immer noch ein paar der früher vorhandenen Arten [und] auch die Anzahl der Resistenz-Gene hatte sich in den Bakterien erwartungsgemäß erhöht.

Quelle / Weiterlesen bei: idw-online.de ⇒
Studie : ⇒ Recovery of gut microbiota of healthy adults following antibiotic exposure

 

 

Buchtipp: Böses Gemüse – Wie gesunde Nahrungsmittel uns krank machen

Der Autor Steven R. Gundry sieht die Gefahr in den Lektinen. Das sind Proteine die in vielen Getreide-, Obst- und Gemüsesorten in erhöhten Mengen stecken.

Lektine dienen den Pflanzen zur Abwehr gegenüber Pilzen, Bakterien, Parasiten oder Fraßfeinden. Da sie an viele unterschiedliche Gewebearten andocken, können sie in größeren Mengen aufgenommen auch toxisch für den Menschen sein. Laut dem Autor fördern sie u.a. Allergien, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Asthma, Autoimmunkrankheiten, Diabetes und Übergewicht.

Und: durch Pflanzenzüchtungen und Pflanzenschutzmittel wie Glyphosat nehmen wir heute so viele Lektine auf wie keine Generation vor uns. 

Quelle / Weiterlesen bei: focus.de ⇒
Zum Buch: ⇒ Böses Gemüse – Wie gesunde Nahrungsmittel uns krank machen. Lektine – die versteckte Gefahr im Essen

 

Überangebot an Stickstoff (Eiweiß) stört das Gleichgewicht der Darmbakterien

Anders als Fett und Kohlenhydrate enthält jede Aminosäure Stickstoff. Wir nehmen es daher vor allem mit tierischen Produkten oder Eiweißdrinks auf.

80 bis 90 Prozent des aufgenommenen Stickstoffs gelangt vom Dünndarm in unser Blut und wird von der Leber in Harnstoff umgewandelt und über die Niere als Harnbestandteil ausgeschieden.

Die anderen 10-20 Prozent des Stickstoffs aus Nahrungs-Protein gelangt in den Dickdarm und dient den Darmbakterien als Ernährung.

Was passiert, wenn wir uns übermäßig mit Eiweiß ernähren?

Stickstoffüberschuss über einen längeren Zeitraum: Stickstoffliebende Bakteriengruppen gewinnen die Oberhand und der Darm verliert die Fähigkeit, deren Vermehrung zu kontrollieren. Das bedeutet das Artenspektrum des Mikrobioms läuft aus dem Ruder = Fehlbesiedlung des Darms

Stickstoffreduktion über einen längeren Zeitraum: Durch die Nährstoffknappheit gewinnt der Körper die Kontrolle über die günstige Zusammensetzung der Darmflora zurück = physiologische Zusammensetzung der Darmflora

Zitat aus diesem Bericht: Eine vermehrte Stickstoffzufuhr in Form des Proteins Casein erhöhte die Gesamtzahl an Darmbakterien um das Zehnfache.

Quelle / Weiterlesen bei: wissenschaft-aktuell.de ⇒
Studie: ⇒ Microbial nitrogen limitation in the mammalian large intestine

Filmtipp: Der kluge Bauch unser zweites Gehirn

Von Arte: Unser Magen-Darm-Trakt ist mit einem eigenen Nervensystem ausgestattet, in dem sich Milliarden verbundener Neuronen um Zehntausende Bakterien kümmern, die wiederum Einfluss auf unsere Stimmung, unsere Persönlichkeit und unseren Gesundheitszustand nehmen. Was wissen wir genau über dieses Organ?

Verfügbar bis 16/01/2019.

Quelle / Anschauen bei: arte.tv ⇒

Darmflora hat Einfluss auf die Wirkung von Cholesterinsenkern

Forscher der Berliner Charité testeten im Tierversuch, wie der Cholesterinsenker Atorvastatin bei unnatürlicher Darmflora wirkt.

Ergebnis: 

bei fettreicher Diät

  • wirkte das Medikament schlechter
  • und die fettreich gefütterten Mäuse hatten mehr Firmicutes-Phylums-Bakterien und weniger Bacteroides-Phylum-Bakterien.

Quelle / Weiterlesen bei: wiwo.de
Studie: ⇒ Effect of atorvastatin on the gut microbiota of high fat diet-induced hypercholesterolemic rats

Gibt es nicht nur eine Darm-, sondern auch eine Gehirnflora?

Die Blut-Hirn-Schranke gilt als unsere wichtigste „Stoppstelle“ für Mikroorganismen aus dem Blut.

Neurobiologen der University of Alabama haben allerdings an Gehirnen von Toten festgestellt, dass sich die Bakterien Firmicutes, Proteobacterien und Bacteroidetes trotzdem an unterschiedlichen Stellen im Gehirn ansiedeln können.

Da solche Bakterien auch im Darm vorkommen, nehmen die Forscher an, dass der Befall über den Darm erfolgt (über das Blut und / oder die Nervenbahnen).

Quelle / Weiterlesen bei: heise.de ⇒
Studie : ⇒ 594.08 / YY23 – The human brain microbiome; there are bacteria in our brains!

 

Senioren: Aspirin zur Primärprophylaxe bei Herz-Kreislauf-Problemen nicht geeignet

Es geht hier um niedrig dosiertes Aspirin, das oft ohne jeden Anlass von Ärzten zur Vorbeugung empfohlen wird.

Laut dieser Studie

  • konnte Aspirin das Risiko für Herzinfarkte, Schlaganfälle und das  allgemeine Sterberisiko nicht senken,
  • zudem erhöhte sich deutlich das Risiko innere Blutungen (insbesondere für Magen-Darmblutungen),
  • es kam außerdem zu einer Zunahme der Krebstodesfälle.

Die 19.114 Teilnehmer dieser randomisierten, doppelblinden und placebokontrollierten Studie waren ≥ 70 Jahre alt.

Quelle / Weiterlesen bei: nih.gov ⇒
Studie: Daily low-dose aspirin found to have no effect on healthy life span in older people

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