Serotoninmangel kann zu chronischer Verstopfung und Depression führen

In einer Studie an Mäusen die an Serotinmangel leiden, wurde mit einem Wirkstoff der Serotoninspiegel erhöht.

  • Die Behandlung regte die Bildung neuer Darmneuronen an, was die Darmmortalität erhöht und die Darmfunktion bei chronischer Verstopfung verbessert.
  • Depressives Verhalten normalisierte sich.

Schlussfolgerung: Daher wäre es nicht überraschend, wenn Fehlfunktionen von Darm und Hirn die gleiche Ursache hätten.

Quelle / Weiterlesen: wissenschaft-aktuell.de ⇒
Studie: ⇒ Effects of Neuronal Serotonin and Slow-Release 5-HTP on Gastrointestinal Motility in a Mouse Model of Depression

Naturpille braucht 20-30 Minuten zur Stressreduktion

Parks, Gärten, Wälderm, Seen, Meere sind Erholungsoasen und mindern Stess. Die Messung der Stresshormone Cortisol gibt Aufschluss über Stresshöhe und Stressreduktion.

Naturerlebnisse bei denen man sich wohl fühlt, reduzieren den Stress nach (mindestens) 20-30 Minuten signifikant.

Quelle / Weiterlesen: wissenschaft.de ⇒
Studie: ⇒ Urban Nature Experiences Reduce Stress in the Context of Daily Life Based on Salivary Biomarkers

Was ist nach Albert Schweizer ein freier Mensch?

Ich will unter keinen Umständen ein Allerweltsmensch sein. Ich habe ein Recht darauf, aus dem Rahmen zu fallen – wenn ich es kann. Ich wünsche mir Chancen, nicht Sicherheiten. Ich will kein ausgehaltener Bürger sein, gedemütigt und abgestumpft, weil der Staat für mich sorgt. Ich will dem Risiko begegnen, mich nach etwas sehnen und es verwirklichen, Schiffbruch erleiden und Erfolg haben. Ich lehne es ab, mir den eignen Antrieb mit einem Trinkgeld abkaufen zu lassen. Lieber will ich den Schwierigkeiten des Lebens entgegentreten, als ein gesichertes Dasein führen; lieber die gespannte Erregung des eigenen Erfolgs als die dumpfe Ruhe Utopiens. Ich will weder meine Freiheit gegen Wohltaten hergeben noch meine Menschenwürde gegen milde Gaben. Ich habe gelernt, selbst für mich zu denken und zu handeln, der Welt gerade ins Gesicht zu sehen und zu bekennen: dies ist mein Werk. Das alles ist gemeint, wenn ich sage: Ich bin ein freier Mensch.
© Albert Schweitzer (1875 – 1965)

Zahl der Jugendlichen mit Depression nimmt zumindest in den USA stark zu

Einbezogen wurden Daten aus den Jahren 2005-2017 von ca. 600.000 Jugendlichen und Erwachsenen.

Ergebnisse gegenüber der letzten Befragung in Bezug auf die Zunahme
schwerer Depressionen:

  • < 18 Jahre: von 8,7 auf 13,2 Prozent (+ 52 %)
  • 18-25 Jahre: von 8,1 auf 13,3 (+ 63 %)
  • 26-29 Jahre: + 29 %
  • > 65 Jahre: + 30 %

Wendepunkt war das Jahr 2011. Als Ursachen werden soziale Netzwerke und Smartphones, sowie der neoliberaler Umbau der Gesellschaft erörtert.

Quelle / Weiterlesen: heise.de ⇒
Studie: ⇒ Mental Health Issues Increased Significantly in Young Adults Over Last Decade

 

Eingeschränkter Geruchssinn erhöht stark das Sterberisiko

Dies erbrachte eine aktuelle Studie mit 2289 Probanden.

Alter zu Beginn der Studie: 71-82 Jahre

Nachbetrachtung nach 10 Jahren:

  • wer nicht gut riecht hat ein um 46 Prozent höher Risiko als Gleichaltrige mit gutem Riechvermögen
  • teilweise lag das Sterberisiko sogar um 62 Prozent höher

Eine mögliche Erklärung: Betrachtet man die Vorgeschichte von Demenz oder Parkinson haben die Patienen oft schon vor dem Ausbruch einen nachlassenden Geruchssinn. Viele Kliniken bieten daher  Riechtests zur Frühdiagnostik an.

Quelle / Weiterlesen: sueddeutsche.de ⇒
Studie: ⇒ Relationship Between Poor Olfaction and Mortality Among Community-Dwelling Older Adults: A Cohort Study

 

Therapie mit Tieren bei Patienten mit Hirnverletzungen

Patienten mit schwerem Schädel-Hirn-Trauma können von Therapiesitzungen mit Tieren profitieren. In einer Studie wurden die Auswirkungen auf deren Sozialverhalten erforscht.

  • das Sozialverhalten und die verbale und nonverbale Kommunikation ist aktiver
  • die positiven Emotionen verdoppeln sich fast
  • die Patienten waren aktiver und stuften ihre Zufriedenheit während der Stitzung als höher ein

Die am Projekt beteiligten Tiere waren Pferde, Esel, Schafe, Ziegen, Minischweine, Katzen, Hühner, Kaninchen und Meerschweinchen.

Studie: ⇒ Effects of animal-assisted therapy on social behaviour in patients with acquired brain injury: a randomised controlled trial

Die Schrift Sans Forgetica fördert das Lernen

Die untere Abbildung zeigt wie die Schrift aufgebaut ist:

  • nach der linken Seite geneigt
  • und mit durchbrochenen (lückenhaften) Buchstaben.

Sans Forgetica

Beim Lesen wird dadurch die linke Gehirnhemisphäre stärker als gewohnt beansprucht und dies fördert die Gedächtnisleistung, da sich der Lernstoff besser „einbrennt“.

Quelle / Weiterlesen: scilogs.spektrum.de ⇒

 

Demenz und Ernährung

Ein Bericht der Studien mit aufgeführten Studien.

  • Omega-3-Fettsäuren: gut für die Hirndurchblutung
  • Carotinoide: steigern die geistige Fitness
  • B-Vitamine: Verlangsamung des kognitiven Zerfalls bei ausreichend hohem Omega-3-Spiegel

Quelle: give-ev.de ⇒

Wirkung von Drogen in sehr kleinen Mengen (Microdosing)

In kleinen Mengen erzeugen psychedelische Drogen keinen Rauschzustand, zeigen aber dennoch Wirkung wie die Aufhellung der Stimmung oder die Zunahme der geistigen Leistungsfähigkeit.

Bei der Droge DMT (N,N-Dimethyltryptamin) wurde bei Ratten eine Reduktion von Angstzuständen und Depressionen festgestellt. Langfristiges Microdosing kann aber durchaus Nebenwirkungen haben.

Quelle: chemreporter.de ⇒
Studie: ⇒ Chronic, Intermittent Microdoses of the Psychedelic N,N-Dimethyltryptamine (DMT) Produce Positive Effects on Mood and Anxiety in Rodents

Depressive Patienten haben mehr Entzündungen im Gehirn

  • Laut dieser Studie sind die Entzündungzeichen in bestimmten Hirnregionen (Neuroinflammation im Gehirn)  bei Depressiven um etwa 30% höher.
  • Je stärker die Entzündung war, desto stärker war auch die Depression.

Eigene Anmerkung: Es ist damit natürlich nicht klar was zuerst da war, eine Entzündung die Depressionen fördert oder umgekehrte Fall. Sicherlich kann aber eine anti-entzündliche Lebensweise zur Senkung der Depressionen nicht schaden.

Studie: ⇒ Role of Translocator Protein Density, a Marker of Neuroinflammation, in the Brain During Major Depressive Episodes.

 

Dicker Bauch, weniger Gehirn?

Eine Studie hat ergeben, dass es einen Zusammenhang zwischen Fettleibigkeit und der Gehirnmasse gibt. Je höher der BMI, das Taille-Hüft-Verhältnis und der Körperfettanteil sind, desto geringer war das durchschnittliche Volumen an grauer Gehirnmasse.

  • Sehr hoher Anteil an Bauchfett: 786 Kubikzentimeter Volumen
  • Hoher BMI aber normales Taille-Hüft-Verhältnis: 793 Kubikzentimeter Volumen
  • Normalgewichtige: 798 Kubikzentimeter Volumen

Quelle / Weiterlesen bei: heise.de ⇒
Studie : ⇒ Association of body mass index and waist-to-hip ratio with brain structure

 

Wer lange beim Computerspielen auf den Bildschirm starrt, bei dem schrumpft die Großhirnrinde

Zu diesem Ergebnis kommt die Universität Ulm in einer Längsschnittstudie durch den Vergleich von MRT-Scans vor und nach dem Spielen von World of Warcraft.

Problem: diese Region kontrolliert Entscheidungen und Emotionen und Veränderung können daher u.a. eine Spielsucht mit Computern oder Tablets fördern.

Quelle / Weiterlesen bei: heise.de
Studie: ⇒ Orbitofrontal gray matter deficits as marker of Internet gaming disorder: converging evidence from a cross‐sectional and prospective longitudinal design

Filmtipp: Der kluge Bauch unser zweites Gehirn

Von Arte: Unser Magen-Darm-Trakt ist mit einem eigenen Nervensystem ausgestattet, in dem sich Milliarden verbundener Neuronen um Zehntausende Bakterien kümmern, die wiederum Einfluss auf unsere Stimmung, unsere Persönlichkeit und unseren Gesundheitszustand nehmen. Was wissen wir genau über dieses Organ?

Verfügbar bis 16/01/2019.

Quelle / Anschauen bei: arte.tv ⇒

1 2 3 11